Psychoanalytisch interaktionelle Gruppenpsychotherapie

Ziel der therapeutischen Arbeit in der Gruppe ist die Darstellung psychosozialer Konfliktmuster und psychosozialer Abwehrformen (Mentzos 1976). Die psychoanalytisch-interaktionelle Gruppenpsychotherapie, welche von Heigl-Evers und Mitarbeitern 1993 vornehmlich für Patientinnen und Patienten mit sog. strukturellen Störungen entwickelt wurde, betont Ich-stärkende therapeutische Vorgehensweisen unter Vermeidung regressionsfördernder Behandlungen und Deutung unbewusster Übertragungsbeziehungen. Anstelle von Deutungen bedient sich der Therapeut "antwortender Interventionen" (Heigl-Evers & Heigl 1988), mittels derer selektiv eigene Gefühle als Antwort auf Prozesse in der Gruppe oder einzelner Patientinnen mitgeteilt werden.