Defektdeckung nach Tumoren

Das medizinische Fachwort "Tumor" bedeutet "umschriebene Gewebevermehrung" oder "Geschwulst". Ein Tumor kann als sowohl gutartig als auch bösartig sein. Gleichwohl ist das Wort "Tumor" negativ belegt und weckt häufig Ängste.
Tumore können prinzipiell an jeder Körperregion auftreten und werden in der Regel durch eine Operation behandelt. Der Plastische Chirurg beschäftigt sich mit der Entfernung und dem anschließenden Wundverschluss von Tumoren der Körperoberfläche und des Weichgewebes.
Nicht selten entstehen bei der Entfernung von Tumoren so große Wunden, dass ein einfacher Hautverschluss nicht mehr möglich ist. Hier kann die Plastische Chirurgie durch ihre spezialisierten Operationsmethoden helfen, entstellende Narben zu vermeiden oder die komplette Entfernung eines Tumors überhaupt erst möglich zu machen.

Defektdeckung nach Tumoren

Die Gesichts-/Halsregion und die Hände sind wie kein anderes Gebiet des Körpers dem Sonnenlicht ausgesetzt. Deshalb treten in diesen Bereichen vermehrt Hautveränderungen auf, deren Ursache in der UV-Bestrahlung liegt. Diese Veränderungen sind meist zunächst gutartig, können aber in einen bösartigen Tumor entarten. Teilweise entstehen auch direkt bösartige Zellen, die einen Hauttumor verursachen.
Im Gesicht können aber auch gutartige Geschwülste eine chirurgische Entfernung notwendig machen, wenn diese ästhetisch störend sind oder an Größe zunehmen. Auch hier kann der ausgebildete Plastisch-Ästhetische Chirurg durch geeignete Operationstechniken die Harmonie des Gesichtes erhalten bzw. wiederherstellen.
Leider verhalten sich alle Hautkrebsarten mehr oder weniger aggressiv. Die operative Entfernung unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes sollte daher in allen Fällen durchgeführt werden. Dies kann im Einzelfall zu beträchtlichen Hautdefekten im Gesicht führen.
Da das Operationsgebiet in der Regel nicht unter Kleidung "versteckt" werden kann, ist der Erhalt der Form und Symmetrie des Gesichtes immens wichtig. Durch spezielle Operationstechniken kann der Plastische Chirurg die Narbenbildung auf ein Minimum reduzieren. Zudem verheilen Narben im Gesicht meist sehr gut und werden fast unsichtbar, wenn sie richtig angelegt wurden.
In der Regel werden solche Operationen zweizeitig ausgeführt, dass heißt, es wird zunächst der sichtbare Hauttumor mit Sicherheitsabstand entfernt. Nach Erhalt des endgültigen feingeweblichen Untersuchungsergebnisses erfolgt dann der Wundverschluss meist einige Tage später. In der Zwischenzeit wird die Wunde mit Kunsthaut abgedeckt.

Weichteiltumore

Geschwülste, die das Gewebe unter der Haut betreffen, werden in der Regel als Weichteiltumore bezeichnet. Erkennbar sind sie an tastbaren oder sichtbaren Schwellungen unter der Haut. Oft ist eine genaue Festlegung, ob ein gutartiger oder bösartiger Tumor vorliegt, erst nach der operativen Entfernung möglich. Das entfernte Gewebestück wird hierfür einem Pathologen übergeben, der durch spezielle Untersuchungstechniken die Herkunft des Tumors bestimmen kann. Gutartige Tumoren sind z.B. Lipome (Fettgewebsgeschwulste), die beträchtliche Größen erreichen können und dadurch, neben dem ästhetischen Aspekt, zu funktionellen Beeinträchtigungen führen können. Sie durchwachsen und zerstören jedoch keine anderen Gewebe im Gegensatz zu bösartigen Tumoren.
Bösartige Weichteiltumoren werden in der Regel als Sarkome bezeichnet.