Ulnarisrinnensyndrom / Sulcus ulnaris Syndrom (SUS)

Hierbei handelt es sich um eine Druckschädigung des Ellennervs (N. ulnaris) in der Ellenrinne am Ellenbogen. Ursache kann eine Vernarbung nach Verletzung oder der so genannte Golferellenbogen (Epikondylitis ulnaris) sein. Häufig lässt sich aber die Ursache nicht ermitteln. Erste Symptome sind Kribbeln und Gefühlsstörung im Kleinfinger sowie z.T. im Ringfinger. Länger andauernde Schädigungen des Ellennervs können zu Kraftverlust in der Hand, bis hin zur Lähmung einzelner Handmuskeln mit typischer Krallenfehlstellung der Finger, führen.

  • KonservativeTherapie

Nicht immer muss sofort operiert werden. Die Entscheidung hierüber trifft der Facharzt für Neurologie nach einer eingehenden Untersuchung. Ein Behandlungsversuch mit Schonung und Hochlagerung des Armes sowie milder Kühlung der Ellenbogeninnenseite kann Erfolg bringen. Ggf. ist eine kurzzeitige Gipsruhigstellung sinnvoll.
Wenn die konservative Therapie keine rasche Besserung bringt, ist eine Operation empfehlenswert und sollte nicht hinausgezögert werden, da hierbei der Schaden am Nerven zunehmen kann.

  • Operative Therapie

Bei der Operation wird ein ca. 8-12 cm langer Hautschnitt an der Ellenbogeninnenseite durchgeführt. Der Nerv wird dann langstreckig gelöst und von einengendem Bindgewebe befreit. Der Eingriff dauert 20-40 Minuten.
In etwa der Hälfte der Fälle kann der Nerv vor Ort belassen werden, ansonsten ist eine Nervenverlagerung erforderlich. Meist wird eine Wunddrainage eingelegt, die nach 1-2 Tagen entfernt werden sollte. Außerdem wird eine Oberarmgipsschiene für 14 Tage angelegt. Die Fäden werden dann zeitgleich mit der Schiene entfernt. Mit einer Belastungsfähigkeit ist nach etwa 3 - 4 Wochen zu rechnen.

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