Karpaltunnelsyndrom

Diese Erkrankung äußert sich durch vornehmlich nächtlichen Schmerz der Hand. Es entstehen wiederkehrende bis bleibende Gefühlsstörungen und Missempfindungen (Taubheitsgefühl, Kribbeln), häufig beginnend im Mittelfingerglied, typischerweise vom Daumen bis zum daumenseitigen Ringfinger reichend.
Im fortgeschrittenen Stadium findet sich eine Schwäche der Daumenballenmuskulatur bis hin zum Muskelschwund.
Ursächlich hierfür ist eine Nerveneinengung im Handwurzelbereich, z.B. durch wiederkehrende Schwellungszustände des Sehnengleitgewebes infolge von Verschleißerscheinungen oder hormonellen Veränderungen, Entzündungen, Tumoren, nach Verletzungen der Hand oder Stoffwechselstörungen.

Diagnose: klinische Untersuchung und neurologische Untersuchung

Therapie: konservativ

  • kurzfristige Ruhigstellung des Handgelenks
  • Ausschaltung einer evtl. zur Schwellung führenden Erkrankung
  • lokale und allgemeine (medikamentöse) abschwellende Maßnahmen
  • intraartikuläre Injektion

Diagnose: klinische Untersuchung und neurologische Untersuchung

Therapie: operativ

  • bei klinischer Symptomatik mit entsprechenden neurophysiologischen Untersuchungswerten
  • bei nachgewiesenen Tumoren

Die operative Therapie besteht in der Beseitigung der Kompression des Nerven und Spaltung des einengenden, quer verlaufenden Handgelenkbandes. Wir führen die Operation in endoskopischer oder minimalinvasiver Technik aus. Beide Operationsmethoden sind nach dem heutigen Wissensstand und nach den erzielten Ergebnissen gleichwertig.

Nachbehandlung:

  • 5-10 Tage stützender Watteverband oder Gipsruhigstellung
  • 1 Tag nach der Operation eigentätige Bewegungsübungen
  • Empfehlen einer neurologischen Nachuntersuchung zur Erfolgskontrolle

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