Handgelenksarthrose

Die Handgelenksarthrose ist häufig Folge einer Unterbrechung der körpernahen Handwurzelreihe mit nachfolgender Instabilität. Hierfür kommen eine Reihe von Ursachen in Betracht. Wesentliche Ursachen für einen Kollaps der Handwurzel mit Arthrose sind:

1. Die Zerreißung des skapholunären Bandes (SLD, SLAC-Wrist - scapholunate advanced collapse)

2. Die Kahnbein-Pseudarthrose (SNAC-Wrist - scaphoid nonunion advanced collapse)

Diagnostik

Ziel ist es zunächst, die Arthrose zu vermeiden. Bandverletzungen und Knochenbrüchen der Handwurzel gilt es, durch korrekte und zeitnahe Diagnose richtig zu erkennen und zu behandeln. Hierdurch kann die Entstehung der Arthrose in vielen Fällen abgewendet werden.
Früher stellte die Handgelenksversteifung oder die ausschließliche Denervation (Nervenschnitt) eine nur sehr unbefriedigende Lösung für diese Probleme dar. Die von uns seit Jahren praktizierte Teilversteifung des Handgelenks ist funktionell deutlich besser.
Durchgeführt wird die Teilversteifung, wenn Schmerzen und Schwellung des Handgelenkes bei eindeutigem Röntgenbefund zu erheblicher Beeinträchtigung führen. Das Skaphoid (Kahnbein/Handwurzelknochen) wird entfernt, die restlichen verschobenen Handwurzelknochen werden eingerichtet, und es erfolgt eine Versteifung zwischen Kapitatum, Lunatum, Hamatum und Triquetrum (deshalb auch Four-Corner-Fusion genannt) mit Drähten oder Schrauben und Knochenmaterial aus der Speiche oder dem Becken.
In manchen Fällen ist auch "nur" die Entfernung der körpernahen Handwurzelreihe angezeigt. Beide Eingriffe führen zwar zu einer eingeschränkten Beweglichkeit im Vergleich zu einem gesunden Handgelenk, bringen aber dem Patienten fast immer Schmerzfreiheit.

Nachbehandlung

Nach der Operation erhält der Patient eine Gipsschiene. Ein geschlossener Gips oder Hartcast sollte aus Schwellungsgründen frühestens erst nach einer Woche angelegt werden. Eine Ruhigstellung ist für 6-8 Wochen erforderlich, dann erfolgt eine Röntgenkontrolle. Bei regelrechtem Befund kann das Handgelenk freigegeben und die Drähte entfernt werden. Mit Arbeitsfähigkeit ist nach ca. vier Monaten zu rechnen.