Adipositas-Chirurgie

Studien zufolge ist in Deutschland mehr als die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig. Fast 9 Millionen Menschen leiden unter einer behandlungsbedürftigen krankhaften Adipositas (Fettleibigkeit). Deutschland rangiert damit weltweit ganz oben.

Die Adipositas wird über den sogenannten Body-Maß-Index (BMI) definiert: Bei einem BMI von mehr als 30kg/m² spricht man von Adipositas, bei einem BMI von 25,0 bis 29,9 kg/m² von Übergewicht.
Die Adipositas bringt für die Betroffenen nicht nur vielfältige gesundheitliche Probleme, sondern nicht selten auch soziale Ausgrenzung und Benachteiligung.
Dennoch gelingt es nur wenigen, durch konsequente Umstellung der Lebensgewohnheiten und der Ernährung, ihr Gewicht dauerhaft zu reduzieren. Deshalb können zusätzliche operative Maßnahmen wie Magenband oder Magenbypass notwendig sein, um einen Gewichtsverlust herbeizuführen.
Gelingt dann doch ein starker Gewichtsverlust, verbleibt meist ein mehr oder weniger starker Hautfettmantelüberschuss (leere Hülle), die nicht nur die Körperkontur negativ beeinflusst, sondern auch durch aufeinanderliegende und scheuernde Hautpartien wunde Stellen und Infektionen verursachen kann.

Nicht zuletzt aus diesem Grunde, hat die große Mehrheit der Patienten nach starkem Gewichtsverlust den Wunsch nach einer effektiven plastisch-chirurgischen Korrekturoperation.
Die Verbesserung der Lebensqualität durch die neue Körperkontur nach einer solchen Korrekturoperation kann enorm sein. Leider müssen dafür oft lange Narben in Kauf genommen werden, die sich aber meist in der Unterwäsche oder Bademode (Bikinizone) verstecken lassen.

Ganz entscheidend für den Erfolg solcher Korrektureingriffe ist die Wahl des richtigen Zeitpunktes. Idealerweise sollte zum OP-Zeitpunkt der BMI unter 30kg/m² liegen und das Gewicht über mindestens 6 Monate konstant gehalten worden sein. Bei schwerwiegenden Hautproblemen oder anderen Erkrankungen, die konservativ nicht in den Griff zu bekommen sind, kann im Einzelfall auch schon früher die Entscheidung für einen plastischen Korrektureingriff fallen.

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