Herzschrittmacher

Herzschrittmacher (künstliche Taktgeber) sind erforderlich bei Erkrankungen, die zu einer krankhaft langsamen Herztätigkeit (Bradykardie) führen. Hierbei ist der Puls häufig niedriger als 30 – 40 Schläge pro Minute. Die Patienten verspüren dauerhaften oder anfallsweisen Schwindel oder erleiden sogar Bewusstseinsverluste, in deren Rahmen es zum Teil zu erheblichen Verletzungen kommen kann.
Bei der Herzschrittmacher-Implantation werden meistens 2 elektrische Kabel durch eine Schlüsselbeinvene zum Herzen vorgebracht, um dort in der rechten Vorkammer und rechten Hauptkammer verankert oder eingeschraubt zu werden. Diese beiden Kabel – auch Schrittmachersonden genannt – werden mit dem eigentlichen Herzschrittmachergerät (Aggregat) verbunden und dieses unterhalb der Haut im Bereich der Brustkorbweichgewebe festgenäht. Der Herzschrittmacher ist in der Lage, die Eigenaktivität des Herzens zu erkennen, um sich dementsprechend ohne eigenes Eingreifen im Hintergrund zu halten. Nur bei einem definierten Herzfrequenzabfall (z. B. unter 50 oder 60 Schlägen pro Minute) setzt der Herzschrittmacher dann mit einer Ersatzstimulation (meistens 60 Schläge in Ruhe) ein. Durch inzwischen ausgefeilte Computersoftware verfügen die Herzschrittmacher heute über zahlreiche Möglichkeiten, um möglichst harmonisch mit der elektrischen Aktivität des Herzens zusammenzuarbeiten und sich auch Belastungssituationen anpassen zu können.

Herzschrittmacher-OP
Herzschrittmacher-OP