Kipptischuntersuchung

Die Kipptischuntersuchung dient der Untersuchung spezieller Formen der Kreislaufregulationsstörung (Kollaps und Bewusstlosigkeiten nach längerem Liegen oder Stehen, sogenannte neurokardiogene Synkopen).
Bei der Kipptischuntersuchung wird der Patient auf einen elektrisch aufstellbaren Untersuchungstisch geschnallt und nach einer Ruhephase in eine senkrechte Position von 70° gekippt. Während der gesamten Untersuchung erfolgt eine kontinuierliche Überwachung sowie Aufzeichnung von Herzfrequenz und Blutdruck. Durch das „Versacken“ von Blut von oben nach unten (Bauchraum und Beine) kommt es zu einer Kreislaufbelastung im Rahmen der 30-minütigen Stehendphase. Manchmal wird anschließend noch ein Medikament zur Provokation einer weiteren Kreislaufreaktion verabreicht.
Bei der Untersuchung kann zwischen normalen Kreislaufreaktionen und abnormen Kreislaufreaktionen unterschieden werden. Anschließend wird der Patient bezüglich des weiteren Vorgehens, spezifischer Prophylaxe-Maßnahmen oder therapeutischer Möglichkeiten beraten.