Ballonaufweitung der Herzkranzgefäße (PTCA/PCI)

Die PTCA wird im Zuge einer Herzkatheteruntersuchung durchgeführt. Dabei wird ein Ballonkatheter an die Engstelle im Gefäß gebracht. Ein Ballonkatheter ist ein dünner, biegsamer Kunststoffschlauch, an dessen Ende sich ein aufblasbarer Ballon befindet (ähnlich einem länglichen Luftballon).
Mit einem Gemisch aus Kochsalz und Röntgenkontrastmittel wird der Ballon mit einem definierten Druck (in der Regel zwischen 6 und 14 bar) aufgeblasen. Das Ergebnis wird wiederum mittels Röntgendurchleuchtung kontrolliert. Für eine erfolgreiche Aufdehnung des Gefäßes muss der Vorgang meist mehrfach wiederholt werden. Bei der PTCA wird die Elastizität des Gefäßes ausgenutzt. Der Kalk wird in die Gefäßwand gedrückt, wo er auch bleibt. Die Gefäßelastizität erklärt aber auch die mögliche erneute Verengung des aufgedehnten Gefäßes.
Meistens wird die Ballonaufweitung anschließend durch eine Gefäßstützen-Implantation (Stent-Implantation) ergänzt.

Hochgradige Einengung des Herzvorderwandgefäßes vor Behandlung

Aufweitungsballon aufgeblasen in der Einengung des Herzvorderwandgefäßes während der Behandlung

Endergebnis nach Ballonaufweitung und Gefäßstützenimplantation (Stent) nach Behandlung