Dünndarmspiegelung / Doppelballonenteroskopie

Bis vor einigen Jahren war es nicht möglich den Dünndarm zu untersuchen.  Heute gibt es durch die Doppelballonenteroskopie die Möglichkeit, weite Teile und teilweise auch den gesamten Dünndarm zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurde ein besonders langes und besonders dünnes Gerät entwickelt, welches sich durch das abwechselnde Aufblasen von Ballons stückweise durch den Dünndarm schieben läßt.
Zu dieser Untersuchung, die wegen ihrer Dauer für den Patienten ohne Medikation schlecht toleriert wird, können verschiedene Medikamente verabreicht werden, die die Untersuchung für den Patienten gut verträglich macht.
In den meisten Fällen wird diese Untersuchung mit Röntgenkontrolle in der Röntgenabteilung durchgeführt.

Auch hier, wie bei allen anderen Endoskopen, besteht durch die Lichtquelle, die Optik und den Arbeits- und Spülkanal die Möglichkeit, nicht nur den Dünndarm zu betrachten und die Diagnosestellung zu ermöglichen, sondern auch therapeutisch einzugreifen.
Zu dieser Untersuchung wird die gleiche Vorbereitung nötig, die auch für die Dickdarmspiegelung erforderlich ist. 

Dünndarmspiegelung
Dünndarmspiegelung

Voraussetzungen für diese Untersuchung sind die ausführliche ärztliche Aufklärung über den Eingriff, die schriftliche Einverständniserklärung des Patienten oder seines Betreuers und eine gründliche Darmreinigung. Zur Reinigung des Darms gibt es spezielle Trinklösungen, die am vorhergehenden Tag getrunken werden müssen. Nur dann ist eine Beurteilung der Darmwände möglich.

Nach oben