Anatomie und Physiologie der Nase und der Nasennebenhöhlen

Anatomie und Physiologie der Nase

Die Nase besteht aus verschiedenen Knochen und knorpeligen Anteilen, die ihr ihre Form und Stabilität geben. Die Strukturen sind das knöcherne Nasenbeingerüst und verschiedene Knorpel (Seitenknorpel, Flügelknorpel und Nasenscheidewandknorpel).

Aufgaben der Nase sind die Anwärmung, Befeuchtung und Reinigung der Atemluft als Vorbereitung für die tieferen Atemwege. Am Ende der Nasenpassage ist die Einatemluft nahezu 100% wasserstoffgesättigt und ca. 37 °C warm.
Eine weitere Aufgabe der Nase ist die Geruchswahrnehmung über die Riechepithelien. Sie befinden sich im hinteren oberen Anteil der Nasenscheidewand und im hinteren oberen Anteil der mittleren Muschel. Das Riechfeld ist ca. münzgroß (1 €-Stück).
Die Reinigungsfunktion findet mittels eines ständigen Sekretabtransports über eine Gel-/Schleimschicht statt, die rachenwärts gerichtet ist. Kleine Flimmerhärchen (Vibrissae) transportieren diese Gelschicht permanent nach hinten, d.h., dass Schmutzpartikel und eindringende Bakterien sich in diesem Film verfangen und dann nach hinten abtransportiert werden.

Anatomie und Physiologie der Nasennebenhöhlen

Die Nasennebenhöhlen dienen wahrscheinlich der Leichtbauweise des Schädels und sind individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Man unterscheidet:

  • Stirnhöhlen, paarig oder einseitig angelegt (Sinus frontalis)
  • Kieferhöhlen, im Bereich des Oberkieferknochens  (Sinus maxillaris) und Siebbeinzellen (Zallulae ethnoidalis)
  • Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis)