Anatomie und Physiologie des Halses

Der Bereich des Halses kann anatomisch in 5 Teile eingeteilt werden:

  • Die Mundhöhle
  • Der Rachen (Pharynx)
  • Der Kehlkopf (Larynx)
  • Die Luftröhre (Trachea)
  • Die Speiseröhre (Ösophagus)

Die Mundhöhle

Die Mundhöhle beginnt hinter den Lippen und geht nach hinten mit den vorderen Gaumenbögen in den Rachen über. Nach oben wird sie vom harten und vom weichen Gaumen begrenzt. In der Mundhöhle befinden sich die Zahnreihen,  die Speicheldrüsen und die Zunge, die sie bei geschlossenem Mund fast vollständig ausfüllt.

Die Mundhöhle erfüllt wichtige Aufgaben bei der Nahrungsaufnahme und beim Sprechen.
Bei der Nahrungsaufnahme wird das Essen von den Zähnen zermahlen, mit Speichel weich gemacht und über die Zunge nach hinten in den Rachen transportiert, um reflektorisch in die Speiseröhre geleitet zu werden.
Beim Sprechen dient die Mundhöhle zum einen zusammen mit dem Rachen und der Nasenhöhle als Resonanzraum und zum anderen ist sie wesentlich an der Lautbildung (Artikulation) beteiligt. Durch korrekte Zungenstellung und Funktion des Gaumensegels werden die verschiedenen Laute unserer Sprache gebildet.

Der Rachen

Der Rachen besteht aus drei untereinander liegenden Etagen: dem Nasenrachen (Nasopharynx), dem Mundrachen (Oropharynx) und dem Schlundrachen (Hypopharynx).
Der Nasenrachen ist nach vorn zur Nase geöffnet und wird nach unten hin von dem weichen Gaumen begrenzt. An seiner hinteren oberen Wand sitzen (bei Kindern) die Rachenmandeln (Adenoiden).
Der Mundrachen reicht vom Zäpfchen (Uvula) bis zum Rand des Kehldeckels (Epiglottis). Zwischen den beiden Gaumenbögen sitzen die Gaumenmandeln (Tonsillen).
Der Schlundrachen ist der Raum zwischen dem Kehldeckel (also dem Eingang zur Luftröhre) und dem Beginn der Speiseröhre.

Im Rachen kreuzen sich der Luft- und der Speiseweg: Hiermit erfüllt er also zwei Aufgaben. Über ihn wird zum einen die Nahrung in die Speiseröhre transportiert und zum anderen gelangt die Atemluft durch den Kehlkopf in die Luftröhre und schließlich in die Lunge.

Der Kehlkopf

Der Kehlkopf beginnt mit dem Kehldeckel und geht nach unten hin in die Luftröhre über. Er ist durch ein knorpeliges Gerüst und verschiedene Muskeln aufgespannt. In der Mitte des Kehlkopfes befinden sich die beiden Stimmlippen.

Der Kehlkopf hat im wesentlichen zwei Funktionen: Eine Ventilfunktion und die Stimmbildung. 
Als Ventil sorgt er dafür, dass die Atemluft beim Einatmen in die Lunge strömen kann und verhindert beim Schluckakt, dass Nahrung in die Luftröhre gelangen kann (durch Anheben des Kehlkopfes beim Schlucken verschließt der Kehldeckel die Luftröhre).
Die Stimmbildung findet in der Mitte des Kehlkopfes mit Hilfe der Stimmlippen statt: Durch verschiedene Muskeln der Stimmlippen vergrößert bzw. verkleinert sich der Spalt zwischen ihnen (Glottis genannt) und Töne unterschiedlicher Frequenzen entstehen. In Zusammenarbeit mit den Resonanzräumen und den Artikulationsorganen wird dann Sprache gebildet.

Die Luftröhre

Die Luftröhre stellt die Verbindung zwischen den äußeren Atmungsorganen (Nase, Rachen) und der Lunge her. Sie ist beim erwachsenen Menschen ca. 10-12 cm lang.

Die Speiseröhre

Die Speiseröhre ist ein ca. 23-26 cm langer Muskelschlauch, dessen Aufgabe es ist, die Nahrung in den Magen weiterzutransportieren. Sie besitzt drei Verengungen, die dem Schutz vor Fremdkörpern dienen.

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