Netzhautchirurgie/ Netzhauttherapie

Die Netzhaut ist eine aus 10 Schichten bestehende Organstruktur, deren Hauptaufgabe es ist, einfallendes Licht in elektrische Impulse umzuwandeln. Sie übernimmt den ersten Schritt in der Verarbeitung unseres Seheindrucks.

Neben einer ganzen Reihe von Nervenzellen und Stützzellen beinhaltet sie vor allem auch die sogenannten Photorezeptoren, unsere Sinneszellen, die sich in Stäbchen und Zapfen einteilen lassen, und das Sehen überhaupt erst möglich machen.

Die Netzhaut wird zum Augapfelinneren hin vom Glaskörper bzw. der Glaskörpergrenzmembran begrenzt und nach außen hin von der Aderhaut, auch Choroidea  genannt, die die Blutversorgung der Netzhaut übernimmt.

Im Zentrum der Netzhaut, der sogenannten Makula (Stelle des schärfsten Sehens), ist die höchste Dichte an Photorezeptoren zu finden. Das ist der Bereich, mit dem letzten Endes scharfes Sehen überhaupt erst möglich ist. 10 ° zur Richtung Nase hin befindet sich die Eintrittsstelle des Sehnerven in die Netzhaut. Sie wird von den ca. 1 Million Nervenfasern gebildet, die von den in der Netzhaut befindlichen Nervenzellen, auch Ganglienzellen genannt, ausgehen.

Eine ganze Reihe von Erkrankungen können einzelne Netzhautschichten, die komplette Netzhaut oder auch zusätzlich die Aderhaut betreffen. Je nach Ursache und Ausprägung der Erkrankung ist eine medikamentöse oder eine chirurgische Therapie in Erwägung zu  ziehen.