Hernienchirurgie

Von einer Hernie oder einem Bauchdeckenbruch spricht man, wenn in der Bauchdecke ein Defekt vorliegt, durch den Gewebe des Bauchraumes die Bauchhöhle verlassen kann. Dieser Defekt liegt am häufigsten in der Leiste, kann aber auch am Nabel oder an anderen Stellen der Bauchdecke auftreten.

Bauchwandbrüche jeglicher Art und Lokalisation sind operationspflichtig, da eine Spontanheilung nicht stattfindet und potentiell immer eine  Einklemmungsgefahr besteht. In den letzten 10-15 Jahren haben sich zunehmend OP-Verfahren mit der Implantation von nicht-resorbierbaren Kunststoffnetzen durchgesetzt, sowohl  in offener, wie auch in endoskopischer Technik. Zu den häufigsten Brüchen zählt der Leistenbruch, bei welchem insbesondere bis zu fünf verschiedene Operationsverfahren zur Anwendung kommen können, individuell auf den Patienten "zugeschnitten".

OP-Techniken wie Shouldice, Lichtenstein, TEPP oder TAP für Leistenhernien und Sublay oder IPOM-Herniotomie für Bauchdeckenbrüche stehen zur Verfügung.

Bauchwand- und Eingeweidebrüche   

  • Leistenbruch (Inguinalhernie)
  • Schenkelbruch (Femoralhernie)
  • Narbenbruch
  • Nabelbruch (Umbilikalhernie)
  • Bauchdeckenbruch oberhalb des Nabels (Epigastrische Hernie)
  • Wiederholungsbrüche
  • Versorgung mit Naht oder modernen Netzmaterialien